Di
01
Sep
2009
ich bringe gerade mal ausreichend energie um das karftfahrzeugeug, halbwegs der straßenverkehrsordnung entsprechend, durch den verkehr zu manövrieren. ich fühle mich schlapp, ausgelaugt und müde. meine hände zu schwer um sie zu bewegen. mein blick starr und reaktionslos. meine gedanken – eben so schwerfällig wie mein körper.
„grün ist´s, wir müssen losfahren“ flüsterte ein gedanke mir zu.
„danke“ sagte ich geistig zu ihm – „hätt ich gar nicht bemerkt“
„du reagierst ja gar nicht, was ist los?“ fragte mich der gedanke
„ich bin müde und erschöpft, aber das musst du ja besser wissen als ich“
„wieso sollte ich das besser wissen als du? ich bin nur ein teil von dir“
„ein teil von mir?“
„ja ein teil von dir!“
„aus wie vielen teilen besteh ich den?“
„was wie jetzt? soll ich hier nachzählen anfangen oder was? für was bist du überhaupt hier?“
„gute frage wo bin ich hier? welcher teil bin ich selbst und…“
ein erbarmungsloses hup konzert hinter mir riss mich aus meinen gedanken, gab mir ausreichend kraft die eine hand auf das lenkrad und die andere auf den schaltknauf zu schleudern und gerade noch bei gelb über die ampel zu rauschen.
zuhause ankgekommen vermisste ich meinen dedanken. war ein netter kerl. konnte mich gut mit ihm unterhalten. ich hoffe ich treff ihn mal wieder.